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Ueber die tiefer liegenden Häuſer des Städtchens hinweg ſah man jenſeits in der Ferne im violett ſich färbenden Duft des Abends dichtbewaldete Berge ſanft aufſteigen und eine ſchöne geſchwungene Linie am Rand des Horizonts abzeichnen— eine bläuliche, langge⸗ ſtreckte Welle in einem goldenen Meer.
„Treten Sie noch ein?“ fragte Benno.—
„Ich habe ſeit mehreren Tagen nichts von Clara gehört—“
„Und ſo treibt Sie Ihr gutes Herz und die ſchweſterlichſte der Seelen die ſchmale Stiege hinan...“
„Seit wann ſind Sie unter die Ironiſchen gegan⸗ gen, Herr von Hellburg?“
Benno lüftete melancholiſch den Hut.
„Seit mein Haar grau zu werden anfängt. Was Nieswurz für den Körper, iſt die Ironie für den Geiſt; ſie erhält ihn jung.“
„Wollen Sie denn ewig jung bleiben?“ ſcherzte ſie.
„Wenn ich an die Schönheit Ihrer Seele und Ihr melodiſches Weſen denke, kommt es mir zuweilen vor, als wäre ich es nie geweſen.“
„Guten Abend, Herr von Hellburg. Rette ich mich nicht ſchleunig, ſo gehe ich in der Flut Ihrer Schmeicheleien unter.“
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