Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
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auf ſeine würdige und großartige Thätigkeit mit dem Hochmuth und der Verwöhnung des Grafenkindes oft zuſammengeſtoßen ſein! Ich gehe noch einen Schritt weiter; nie habe ich mich mit den gemiſchten Ehen wie häßlich iſt ſchon das Wort! befreunden können. Je reicher das Empfindungsleben beider Gatten iſt, um ſo üppiger wuchern in ſolchem Falle die Irrungen uud Mißverſtändniſſe als gefährliche Schlingpflanzen darin auf.

Aber iſt nicht die Ausgleichung der Stände, die Ausdehnung der Toleranz eins der ſchönſten Ziele der modernen Bildung?

Eifere ich denn für das Gegentheil? Ich will nur nicht eine Vermiſchung der Religionen und der Stände in der Ehe in einer Verbindung, die ſchon an ſich ſo viele Klippen und Untiefen verbirgt. Wie ſagten Sie ſelbſt vorhin? Ein dunkles und labyrinthiſches Meer. Aber wir beide, ſetzte ſie lächend hinzu, ſchiffen uns ja nicht darauf ein und die Hauptſache für uns iſt, wie Ihr Freund die Untreue ſeiner Verlobten aufgenommen hat.

Leider bin ich ohne jede Nachricht von ihm, und da uns auch Ihr Bruder im Stich gelaſſen hat...

Ruprecht iſt kein Briefſchreiber. Aber wäre ein ernſter Vorfall eingetreten, ſo hätte er doch wohl