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ſönlichkeit. Ich habe die Gräfin Irene ein einziges Mal auf einem Hofball geſehen und kenne ſie im Grunde nur aus Ihren und Ruprecht's Schilderungen. Würde ſie nicht, auch im Hauſe des reichſten Fabrikherrn, eine wunderliche Erſcheinung ſein und weder ſich noch ihrem Gatten ein volles Genügen ſchaffen können? Mit dem beſten Willen von beiden Seiten, einander entgegenzukommen, würde es dennoch nie an Miß⸗ verſtändniſſen und Irrungen fehlen.“
„Was wäre die Liebe, wenn ſie nicht die Ein⸗ drücke und die Vorurtheile der Erziehung zu überwinden vermöchte?“
„Als ob ihr von der andern Seite nicht auch Vor⸗
urtheile, feſtgewurzelte, des höchſten Lobes werthe
Meinungen und Geſinnungen gegenüberträten! Nein, Herr von Hellburg, Sie überzeugen mich nicht. Nicht das Opfer von Gewohnheiten und Anſchauungen, Sie fordern von der Frau das Opfer ihrer ganzen Per⸗ ſönlichkeit. Der Mann ſoll ihr Alles ſein oder er⸗ ſetzen. Ich dagegen will ihr die Liebe und die Hin⸗ gabe erleichtern. Gräfin Irene wird ſich ſchneller und müheloſer an der Hand des Fürſten in einer Welt, die ihr ſeit der Jugend bekannt iſt, zurechtfinden als in der Sphäre Ihres Freundes. Wie hart würde da der Stolz des bürgerlichen Mannes, der Trotz


