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folg wünſchte, hatte Adele aus ihrer entgegenſetzten Meinung kein Hehl gemacht.
„Wenn in der That die Gräfin ſich jetzt wieder zum Fürſten wendet“, ſagte ſie zu ihrem Begleiter, ſo erfüllt ſich damit nur meine Anſicht, daß in der Ehe gleich zu gleich am beſten ſich ſchickt. Es iſt gewiß nicht edel, auch ein nur halb gegebenes Wort zu brechen, aber Sie dürfen Ihren Freund deswegen nicht zu ſehr beklagen. Ihm geſchieht daſſelbe, was er dem armen lieben Mädchen zugefügt hat; ihm bricht man jetzt die Treue aus Ehrgeiz und Eitelkeit, wie er ſelbſt ſie aus dieſen niedrigen Beweggründen gebrochen hatte. Mich würde ſelten etwas inniger erfreuen, als wenn nun dennoch ein gütiges Schickſal diejenigen zuſammen⸗ führte, die von Anfang an füreinander beſtimmt geweſen ſind, durch die gleichen Jugenderinnerungen und durch eine erſte Liebe.“
„Wußt' ich doch nicht, daß Fräulein von Schmet⸗ tow ihre ariſtokratiſchen Neigungen ſo vortrefflich mit einer myſtiſchen Philoſophie der Seelenverwandtſchaft und des alle Hinderniſſe überwindenden magnetiſchen Liebesſtroms zu verbinden verſteht!“ lachte Benno.
„Nun ja“, erwiderte ſie gutmüthig,„ich bin Ari⸗ ſtokratin. Allein nicht aus engherzigen Rückſichten des Standes, ſondern aus Achtung für die einzelne Per⸗


