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in Unfrieden gelebt. Peinliche Geſchichten, die auf dem Schloſſe vorgefallen ſein ſollten, wurden unter dem Siegel der Verſchwiegenheit erzählt, in der einzi⸗ gen Abſicht, daß ſie auf dieſem Wege um ſo ſchneller zur Kenntniß des herzoglichen Paares, das in dieſer Hinſicht beſonders ſtreng dachte, kämen.
Bald beſtätigten Nachrichten aus der norddeutſchen
Hauptſtadt die umlaufenden Erzählungen. Nur allzu ſchnell hatte ſich der betrübte Wittwer in einen feurigen
Liebhaber verwandelt. Der haſtig mit einem Banquier⸗
hauſe abgeſchloſſene Verkauf des Schlößchens deutete ferner unwiderleglich darauf hin, daß der Fürſt die Epiſode ſeines Lebens, die hier geſpielt, für immer beendigt haben wollte.
Dieſe Neuigkeiten beſchäftigten Adele und Benno um ſo ſtärker und angelegentlicher, je tiefer das Ge⸗ ſchick des Fürſten in die Verhältniſſe von Perſonen eingriff, die ihnen beſonders theuer waren. Was die Andern nur durch ſeine Neuheit und Thatſächlichkeit
anzog, forderte ihre herzliche und bewegte Theilnahme heraus.
Durch ihren Bruder hatte Adele ſowie Benno von der Bewerbung Brunv's um die Gräfin Reinsberg ge⸗ hört. Während Benno dem Freunde den beſten Er⸗
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