Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
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jungen Triebe der Bäume, kräftiger ſprießen; nichts drängte dazu, die eine Gewohnheit des Daſeins, die ſich ſo gut bewährt hatte, mit einer andern zu ver⸗ tauſchen, die allerdings, wie Benno ſagte, dunkel und labyrinthiſch war.

Eben hatte er dieſe Worte auf den Fürſten Hoch⸗ berg angewendet, der, bald nach dem Tode ſeiner Gemahlin, ſein in der Nähe gelegenes Schloß verkauft hatte, nach Berlin gereiſt war und jetzt wieder auf Freiersfüßen ging.

Adele hatte von einer Freundin einen Brief er⸗ halten, in dem die Verlobung des Fürſten mit der Gräfin Irene Reinsberg als bevorſtehend angezeigt wurde.

Noch war in der kleinen Stadt der tragiſche Tod der jungen Fürſtin und Alles, was ſich daran geknüpft, der Gegenſtand der Unterhaltung.

In Venedig hatte das herzogliche Paar im vor⸗ jährigen Winter den Fürſten mit ſeiner Gemahlin ge⸗ troffen; beide kehrten über die Lagunenſtadt von ihrer Hochzeitsreiſe, die ſie bis Palermo ausgedehnt hatten, zurück. Die flüchtige Bekanntſchaft, die ſchon zwiſchen dem Herzog und dem Fürſten beſtand, knüpfte ſich feſter. Von der Huld der Herzogin und der Anmuth ihrer Hofdame fühlte ſich die junge, unerfahrene, etwas