Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
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mismus nicht durch Betrachtung und Nachdenken er⸗ zeugt worden, noch weniger hatte ſie ſich abſichtlich da⸗ raus eine Weltanſchauung gebildet. Aus der Harmo⸗

nie ihres Weſens, aus ihrer glücklichen Anlage, ſich den

Verhältniſſen angemeſſen zu bewegen und ſich einer höhern und ſtärkern Gewalt ſchweigend unterzuordnen, ohne der Würde ihrer eigenen Perſönlichkeit und der Wahrheit Eintrag zu thun, ſchloß ſie auf die harmo⸗ niſche Geſtaltung der Welt. Worin Andere den elenden und grimmigen Kampf um das Daſein ſahen, erblickte ſie nur eine Entwickelung und Entfaltung, die ſich nicht ohne Schmerzen vollzieht, aber zuletzt durch ihre Schönheit und Größe uns Bewunderung abnöthigt. Wir ſind zu unwiſſend, um das Glück des Lebens auch nur annähernd ſchätzen zu können, ſagte ſie; welch verſchwindend kurze Spanne Zeit gaukelt der Falter in der Sonne wer aber will beſtimmen, welches Wohlgefühl dafür auch der Sonnenſchein und die Blumen ihm gewähren!

Mit Benno von Hellburg verband ſie eine längere Freundſchaft.

Oefters hatte man ſie wohl damit geneckt, daß aus dieſer hochgeſtimmten Seelenfreundſchaft zuletzt eine proſaiſche Heirath hervorgehen werde, allein der

Seite abzugewinnen. In ihrer Seele war der Opti⸗