die Gräfin erſt Ihre Frau— bah, ſind ein ſchmucker Mann und brauchen hunderttauſend Thaler nicht zu achten. Damit kirrt man jeden Vogel und jedes Weib.“
„Ich werd's“, ſagte Bruno ſcharf und kühl.
Schmettow ſtutzte; er hatte einen ſolchen Ton von Bruno noch nicht gehört und ſolch Geſicht noch nicht an ihm geſehen.
Darüber war Bruno's Wagen herangefahren.
„Noch eine Frage, Herr von Schmettow: Sie waren bei Ihrer Schweſter?“
„Bei meiner Schweſter und Herrn von Hellburg, der Ihnen grollt, weil Sie ihm ſo lange nicht ge⸗ ſchrieben haben. Iſt übrigens fleißig bei Ihren Land⸗ ſchaften—“
„Schon gut. Und Fräulein Wolfhart?“
„Fräulein Wolfhart habe ich am vierzehnten De⸗ cember des Abends nach acht Uhr pünktlich bei ihrem Bruder abgeliefert— rein, weiß und heil, wie damals der Schnee war. Fragen Sie Miß Wood; die beiden Mädchen waren in Streit gerathen...“
„Und Sie wiſſen nichts Weiteres von ihr?“
„Wie ſollt' ich! Haha— Sie glauben doch nicht gar, daß ich ſie an den herzoglichen Hof mitgenommen habe? Als Theaterſchneiderin etwa? Uebrigens


