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nach langen und großen Schmerzen; bei einem Spazier⸗ ritt iſt ſie verunglückt“, ſagte Reinsberg, ſcheinbar zu allen, aber im Grunde waren ſeine Worte einzig nur an ſeine Tochter gerichtet, wie ſeine Augen nur auf ihr ruhten.
Auf einen Moment ging eine Verwandlung in Irenens Zügen vor ſich; der ſchmachtende, ein wenig gelangweilte Ausdruck, den ſie bisher gehabt, ward wie von dem Schimmer einer großen Hoffnung verklärt, als ſähe ſie ein Herrliches greifbar vor ſich. Unwill⸗ kürlich hatten ſich ihre Lippen zu dem Ausruf eines zwiſchen Erſchrecken und Freude ſchwankenden Wortes geöffnet, als der Graf in ſeiner bedächtigeren Klug⸗ heit ihr jede Aeußerung abſchnitt.
„Die Fürſtin Hochberg“, hatte er ſich zu Bruno gewendet,„war wie der Fürſt uns innig befreundet; vor ihrer Verheirathung iſt ſie die Zierde unſeres kleinen Kreifes geweſen...“
„Die arme Fürſtin!“ ſagte mit ſeiner lauten Stimme Schmettow, der darüber eingetreten war. „So jung zu ſterben! Hatte das Glück— grauſames, entſetzliches Glück, ihr Pferd zum Stehen zu brin⸗ gen...“
„Sie, Herr von Schmettow?“ fragte vor den andern zuerſt Bruno mit einer ſo ſpöttiſchen Be⸗


