Teil eines Werkes 
3. Bd. (1875)
Entstehung
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Halten Sie eine aufrichtige Schwärmerei, eine heilige Verzückung in unſerer Zeit, bei unſerer Bildung über⸗ haupt noch für möglich?

Warum nicht? Bei Frauen vorzüglich, die eine Neigung zur Träumerei haben, bei denen die Liebe zu Gott, wenn wir auf den Grund ſehen könnten, vielleicht in einer unglücklichen Liebe, in einem an Enttäuſchungen reichen Leben wurzelt. Ich weiß nicht, welche dieſer Urſachen oder ob keine von ihnen bei Miß Wood zu⸗ trifft. Aber diejenigen, die zu Ihnen von dieſer Dame geſprochen haben

Es iſt gelegentlich von ihr die Rede geweſen. Sie intereſſirt ſich für einen jungen Prediger, der als Miſſionär nach dem Caplande gehen will er iſt auf einem Gute meines Vaters geboren und die Mutter hat ſich ſeiner von Jugend auf angenommen, ſagte Irene mit zerſtreutem Blick dazwiſchen.Sie nehmen meine Neugier zu tragiſch, Bruno.

Weil ich immer mit Miß Wood in unfreund⸗ lichen Beziehungen gelebt habe, bin ich verpflichtet, ſie zu vertheidigen, wo ſie das Gerücht ungerecht anklagt.

Das iſt ritterlich und dennoch!

Sie drohte ihm ſchalkhaft mit dem Finger.

Ich wünſchte doch, Miß Wood wohnte etwas weiter entfernt von dem gelben Hauſe.