Teil eines Werkes 
3. Bd. (1875)
Entstehung
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Seele zu verwiſchen und keine Anſpielung aufkommen zu laſſen.

Es gelang ihnen um ſo leichter, da Bruno zu kalt und zu ſtolz war, der Anweſenheit Wolfhart's irgend eine Bedeutung beizulegen, und aus Gründen, von denen weder der Graf noch ſeine Tochter ihrerſeits et⸗ was ahnten, jede Erörterung gern vermied. Doch war er verſtimmt; der Anblick des Bruders hatte ihm die Schweſter zurückgerufen. Zwar ſchien es ihm, als läge zwiſchen dieſer Stunde und der letzten, in der er Clara geſehen, eine unermeßliche Zeit, als wäre er ſeitdem um zehn Jahre älter, klüger und bitterer 4 geworden und hätte nun erſt das wahre Angeſicht der Welt kennen gelernt. Dennoch war die Erinnerung an Clara einmal erweckt und er brauchte eine gewiſſe 1 Friſt, ſie zu überwinden.

Die Verwandten hatten die Verlobten ſich allein überlaſſen; der Graf hatte ſich in ſein Zimmer be⸗ geben, die Abendzeitungen zu leſen und an einem Commiſſionsbericht für das Herrenhaus zu arbeiten; 3 Kurt, ſeine Gattin und die Mutter plauderten leiſe in der Kaminecke des ſaalartigen Raums von dem bevorſtehenden Feſte und von den Ueberraſchungen, die ſie den andern vorbereiteten; Bruno und Irene waren an dem kleinen Moſaiktiſche ſitzen geblieben,