Teil eines Werkes 
3. Bd. (1875)
Entstehung
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„Wären nur die böſen Träume und wahnwitzigen Vorſtellungen nicht!“ ſagte die Frau.

„Eigentlich habe ich nun wohl meine Pflicht ge⸗ than“, flüſterte Ruprecht Ellen in engliſcher Sprache zu, „und der Mohr kann gehen.“

„Ich hatte darauf gerechnet, daß Sie mich aus dieſem Stadttheil wieder hinausbegleiten würden.“

Er neigte ein wenig das Haupt.

„Verfügen Sie über mich, Miß Wood.“

„Ein Herr aus England, der ſich ſehr für den Herrn Candidaten intereſſirt“, ſagte Ellen zu der Kran⸗

kenpflegerin.„Vielleicht iſt der Kranke ſo ruhig, daß ich ihn mit ſeinem Gönner bekannt machen kann.“

„Wollen der gnädige Herr nicht eine Weile in die Bücherſtube treten?“ bat die Wärterin.„Ich weiß doch nicht, ob der unerwartete Beſuch...“

„Gern, gute Frau“, antwortete Schmettow, und ſein Geſicht zu Ellen neigend, fragte er:

„Womit ſoll ich mir die Zeit vertreiben? Wird eine langweilige halbe Stunde werden!“.

„Leſen Sie im Evangelium des Lukas die Ge⸗ chichte vom verlorenen Sohn. Sind wir nicht alle Gottes verlorene Kinder?“

Die Frau hatte die Thür geöffnet, ein Licht an⸗ zündet und winkte Schmettow, einzutreten.

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