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„Ich denke, dieſe große Stadt hat Raum und Glück für uns beide.“
Ein toller Gedanke umſchwirrte ihn.
„Wenn du ihr den Mund mit deinen Küſſen ver⸗ ſchlöſſet? Sie iſt in deiner Gewalt, der Kutſcher fährt dich, wohin du willſt. Weiber ſind unberechen⸗ bar; vielleicht lacht ſie nachher beim Champagner über deine Keckheit. Zeige ihr, daß du der Herr biſt, nicht mehr der verwirrte, girrende Schäfer. Mit der Leiden⸗ ſchaft in ihrem Herzen, mit ihrem abenteuerlichen Le⸗ ben, was bedeutet die Tugendmaske? Reiße ſie ihr vom Antlitz und ſieh, was dir entgegenblickt!“
Da hielt der Wagen.
In dichten Flocken fiel der Schnee; ſie eilten, in das Haus zu kommen.—
In einem kleinen Vorzimmer empfing ſie eine äl⸗ tere Frau in der Tracht der Krankenwärterinnen. Wie⸗ derholt hätte der Candidat ſchon nach Miß Wood ver⸗ langt und jeden andern geiſtigen Troſt zurückgewieſen; vor wenigen Minuten hätte er wie in einer Verzückung ausgerufen:„Sie kommt!“ Der Arzt erklätte die Krankheit für ein ſchweres Fieber, doch habe er die Hoffnung, den Kranken durchzubringen, nicht aufge⸗ geben.


