15
haltung hat mich gewonnen. Auf dem ganzen Wege haben Sie mich nicht ein einziges Mal gefragt, wohin ich Sie führe...“
„Erde oder Waſſer, Himmel oder Hölle ſind für mich in Ihrer Geſellſchaft nicht zu unterſcheiden, alle Dinge nehmen von Ihnen einen Goldglanz an.“
„Ackerſtraße zehn!“ rief Ellen dem Kutſcher zu.
Schmettow hatte ihr die Wagenthür geöff⸗ net.
In dem Wagen war es ſo dunkel, daß einer die Züge des andern nicht mehr deutlich erkennen konnte, Nur zuweilen fiel der Widerſchein der Straßenlaternen hinein.
„Ackerſtraße zehn“— in Ruprecht's Geſicht hatte es gezuckt.
Dies war das Haus, in dem Fritz vor einigen Wochen die junge Gräfin aus einem plötzlich in Brand gerathenen Zimmer gerettet. Miß Wood beſuchte den Candidaten Eyſſenhart, er ſelbſt war des Anſtandes wegen mitgenommen worden,„als Duenna“, lachte er für ſich hin.
Auch ließ ihn Ellen über das Ziel und den Zweck der Fahrt nicht länger im Unklaren.
Der Pfarrer Lebrecht hatte ihr einen jungen Mann, Timotheus Eyſſenhart, vorgeſtellt, der ſich nach dem
4 8* 3
——,y—.


