Teil eines Werkes 
3. Bd. (1875)
Entstehung
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den Mantel wieder ab und ſaß eine Weile neben Clara nieder. In dem Hauſe war Alles ſo ſtill, das Zimmer von einem leichten Roſenduft durchhaucht wie damals, als er zum erſten Male es betreten. Clara's

Augen leuchteten dunkler, ihre Lieder ſchienen ihm wie

von Thränen geröthet. Aber das Geſpräch floß ruhig fort; auch Clara betheiligte ſich daran in ihrer klug verſtändigen Weiſe, ſodaß Schmettow an ſeiner Be⸗ trachtung irre ward.

Ellen hatte nur wenig geredet, jetzt ſagte ſie:

Herr von Schmettow, darf ich von Ihrer Ritter⸗ lichkeit einen Dienſt erbitten? Ich habe einen Beſuch in der Stadt vor, bei dem mir unſer Pfarrer ſeine Be⸗ gleitung verſprochen hatte.

Und nun ſoll ich den Pfarrer erſetzen? lachte Schmettow.Das iſt drollig. Auf Ihre Verantwor⸗ tung, Miß Wood! Im Uebrigen bin ich zu Ihren Befehlen.

Ich verlange nicht das Unmögliche, Herr von Schmettow, entgegnete Ellen.Sie ſollen nicht die Rolle des Pfarrers, überhaupt keine Rolle ſpielen. Nur wie der Bruder die Schweſter...

Ihre Blicke hatten eine Richtung eingeſchlagen nach dem rothen Kreuz inmitten des Sternenkranzes auf der weißwollenen Tiſchdecke.