Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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beſondern Reiz hatte ihr die ausſchließliche Hofgeſell⸗ ſchaft nie gewährt, ſie bewegte ſich darin mit kühlem Anſtand, eine tiefere Befriedigung hatte ſie nicht darin gefunden.

Anfänglich würde es ihr ohne Zweifel ſchwer wer⸗ den, auf den Verkehr mit dieſen Kreiſen zu verzichten, aber ganz ohne Schmerzen geht man nicht aus der einen Form des Daſeins in eine andere über. Kehrte ſie nach einer längeren Reiſe mit ihrem Gatten zurück, ſo hatte ſich das erſte Staunen der Hofwelt über ihre Heirath längſt gelegt. Mit ihrem Vater, ihrer Mutter

fanden ſich die alten Bekannten wieder in ihrem Salon

zuſammen. Die immer abſonderliche, wunderliche, poetiſche Irene, die bald im Weltſchmerz Lord Byron's, bald

in inbrünſtigen Gebeten und myſtiſchen Entzückungen

eine Ausfüllung ihres Weſens geſucht, war ſich bis zu⸗ letzt treu geblieben und hatte ſtatt eines Prinzen aus dem Lande Utopien einen Maſchinenmann gewählt.

Das würde das Endurtheil der Geſellſchaft über ſie ſein.

Mächtiger als all dieſe Ueberlegungen war das Ge⸗ bot der Nothwendigkeit.

Zwiſchen dem Entweder der Dürftigkeit und dem Oder dieſer Heirath konnte die Wahl eines Mädchens nicht lange zweifelhaft bleiben, das wohl in romanti⸗