Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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Sie haben mich errathen. Aber es iſt eben zu ſpät. Bleiben Sie ruhig, mein werther junger Freund. Ich habe Ihre Zurückhaltung wohl verſtanden und gewür⸗ digt. Mit dem Stolz, der Ihnen, dem Sohn Ihres Vaters und Ihrer eigenen Thaten, ſo gut anſteht, ha⸗ ben Sie nicht werben wollen, wo Ihnen die Gewäh⸗ rung nicht gewiß ſchien. In jedem Adeligen ſetzt der Bürger Vorurtheile voraus, die er ſchonen zu müſſen glaubt. Sie kennen mich ſchlecht; wie ich die Hand meines einzigen Sohnes freudig in die eines würdigen armen Mädchens gelegt habe, ſo würde ich auch...

Und Ihre Tochter? Irene erwartete ein Wort von mir...

Der Graf wendete ſich ab, wie von Rührung übermannt.

Mathildens Herz hat Keiner noch ergründet, ſagte er abgebrochen.Sie kennen die Schiller'ſchen Verſe. Irene iſt eine ſchöne und muthige Seele, ſie wird ſich in das Loos zu finden wiſſen, das ihr das Schickſal bereitet hat.

Dabei hatte er ſeine Uhr gezogen.

Es iſt ſpät geworden; ſchon vier Uhr vorüber.

Lange genug habe ich Sie mit meinem Unglück unter⸗

halten. Dank, herzlichen Dank für Ihre Theilnahme.