Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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Es war etwas in der ſchmerzlichen und doch vor⸗ nehm gemäßigten Rührung des Grafen, das Bruno's Mitgefühl hervorrief und ſeiner Antwort einen wärme⸗ ren Ton gab.

Welche trübe Vorſtellungen, Herr Graf! Was hat die wahre, die echte Freundſchaft mit dem wechſeln⸗ den Beſitz zu thun? Wenigſtens die meine werden Sie nicht ſo niedrig ſchätzen.

Die Ihre! O, Herr Greif, Ihre Freundſchaft für mich, für meine Tochter ſteht außerhalb der Ge⸗ wöhnlichkeit. Nicht von ihr ſprach ich. Noch bis vor kurzem, ſolange ich mich noch für wohlhabend halten konnte, trug ich einen Plan mit mir herum einen Plan, der Sie mir näher bringen ſollte. Das Schick⸗ ſal hat auch dies vereitelt. Ein Wort, zur rechten Zeit gefallen...

Verſtehe ich Sie recht, Herr Graf?

Aus den Aeußerungen Reinsberg's erhob ſich ein phantaſtiſches Geſicht, das Bruno berückte: es waren die Züge Irenens, idealiſch erhöht und verklärt. In dem halben Geſtehen, dem halben Verſchweigen des Grafen lag ein viel gefährlicherer Reiz als in dem ein⸗ fachen beſtimmten Ausſprechen ſeiner Abſichten.

Nun ja, erwiderte Reinsberg, wie einer, der zögernd ſeinen Fuß auf die Eisdecke des Fluſſes ſetzt,