werden, immer mit demſelben Ausgang; der Verſtand wird das Herz beſiegen. Wir leben nicht in Utopien,
in idyllliſchen Verhältniſſen, unter der holden Herrſchaft
der Muſen und Grazien, ſondern in einer Ordnung,
in der das Gold, der Beſitz, die Geburt Alles geregelt
und eins von dem andern abgeſtuft haben. Eins allein gleicht Alles aus: das Gold— und hatte er es nicht? Heilt der Reichthum nicht eine jede Wunde? Er erleichtert die Schmerzen des Körpers wie der Seele und nimmt ſelbſt dem Tode etwas von ſeiner Furchtbarkeit. Jeden Aufſchrei des Zornes und der gekränkten Liebe übertönt der Klang des Goldes. Un⸗ abhängig, wohlhabend wollte er Clara machen. In andern Verhältniſſen, in einer andern Umgebung würde ſie die Vergangenheit bald vergeſſen.
Dennoch empfand er bei all dieſen Einflüſterungen des Hochmuths und der Eitelkeit ein dumpfes Unbe⸗ hagen. Hätte er nur Benno in der Nähe gehabt, um ſeinen Rath einzuholen!
Aber war es nicht Benno geweſen, der zuerſt die Möglichkeit einer Verbindung zwiſchen ihm und der jungen Gräfin angedeut et hatte? Auch der Freund würde ſeine Gewiſſensſcrupel übertrieben finden und ihn anſpornen, nicht durch feige Unentſchloſſenheit eine
ſo einzige Gelegenheit, zur Größe zu gelangen, vorüber⸗


