Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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„Und wenn auch nicht Herrn Greif's, ſo iſt er doch ſicherlich noch der Ihrige?“ 1 Wo es ſich um das politiſche oder religiöſe Glau⸗ 3 bensbekenntniß handelte, hätte es Fritz eines Mannes für unwürdig gehalten, nicht Rede zu ſtehen.

„Ja, gnädige Gräfin“, antwortete er mit erho⸗ benem Kopfe. 6

„Darf man ihn kennen lernen?“ *„Er iſt ſehr einfach. Thue recht und ſcheue Nie⸗ mand, ſagte der alte Herr Martin Greif, um das Jenſeits haſt du dich gar nicht zu kümmern.“

Irene hatte den Arm auf die Lehne des Seſſels geſtützt und die ſchöne Stirn nachdenklich in die Hand gelehnt.

„Kann man mit ſolcher Nüchternheit ſich zufrie⸗ den geben? Keinen Aufſchwung nach dem Unerforſch⸗ 1 lichen wagen? Haben Sie niemals eines Troſtes be⸗ durft, eines himmliſchen Troſtes, der wie aus dem Himmel in Ihr gequältes Herz fiel oder nach dem Sie doch ſchmachteten wie nach einem Waſſertropfen in der Wüſte?“ „Nie.“.

„Weil Sie Glücklicher vielleicht noch niemals et⸗

was Unerſetzliches verloren haben.“.

„O doch, meine Mutter. Aber welcher Troſt