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Der Graf mochte dieſen Gedanken gar nicht verfol⸗ gen, er freute ſich vielmehr der Antworten, die Fritz
mit dem vollen Ton der Wahrheit ertheilte. Weder
in ſeiner eigenen noch in der Vergangenheit ſeiner Familie war ein Flecken, den er hätte verbergen müſſen; ohne Rückhalt und ohne falſche Scham konnte er ſich gehen laſſen. Er fand bei ſich ſelbſt eine ge⸗ wiſſe Aehnlichkeit zwiſchen dem Unglück ſeiner Familie und dem Schlage, der das Haus des Grafen getroffen, heraus: beide hatte die„Religion“, das Muckerthum verſchuldet. Wenn Miß Ellen Wood und Herr Timo⸗ theus Eyſſenhart heute noch verhaftet, ins Gefängniß geworfen oder, noch beſſer, Arm in Arm miteinander auf die Miſſion zu den Fidſchi⸗Inſulanern geſchickt würden— es ſollten Menſchenfreſſer ſein, wie Fritz aus dem Vortrage eines gelehrten Profeſſors im Hand⸗ werkerverein erfahren hatte— das wäre doch noch
einmal ein kühner Griff des Staates geweſen, der
leider nur die Männer der Zukunft mit kleinlichen Polizeimaßregeln heimſucht, aber nicht die Pfaffen und die Seelenbräute. 2 Ganz in ſeine Ecke gedrückt, lauſchte der Graf mit ſteigender Befriedigung dem harmloſen Bericht des Jünglings über ſeine Eltern, ſeine Jugend, ſeine Ar⸗ beit. Die tiefen Furchen ſeines Geſichts glätteten


