Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
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erſchreckt davor zurückgefahren ſein— und dennoch wollte und konnte ſie nicht ſcheiden.

Wenn ſie die muntere Schauſpielerin an ihrer Seite betrachtete, die allmälig ihren Humor wiederge⸗ funden hatte, ſtiegen Neid und Eiferſucht in ihr auf. Während ſie in die Dunkelheit hinausführe, ſollte

dies Mädchen ſeine Gegenwart genießen, neben ihm

ſitzen, mit ihm ſcherzen und lachen.

Da baten die Herren um Einlaß und brachten ihre Einladung durch Bruno's Mund, wie der ſchalk⸗ hafte Profeſſor bemerkte,„in beweglichen Worten“

vor.

„Aber in dieſen Kleidern!“ wendete Dora ein.

„Suchen wir denn die Kleider?“ antwortete man ihr.„Wir ſuchen die Grazien.“

Dorg's Widerſtand war nicht ernſtlich gemeint, ſie dürſtete nach Licht und Glanz, nach Wein und Fröhlichkeit. Ein ſo toll begonnenes Abenteuer konnte nach ihrer Lebensphiloſophie nur mit einem heiteren Feſtmahl ſchließen.

Nach einigen Scherzen hinüber und herüber war ſie bereit, die Waffen zu ſtrecken.

„Allein ich habe hier nichts zu beſtimmen“, ſagte ſie und reichte ihrer Gefährtin die Hand,„Fräulein Clara hat die Entſcheidung.“

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