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Claras Herz krampfte ſich zuſammen. Jetzt von ihm ſcheiden, unter den Augen einer Fremden, mit doppelt kühlen Worten, mit kalter Zurückhaltung! Scheiden ins Ungewiſſe, in die Ferne! Wieder das Fahrzeug ihres Lebens den unberechenbaren Zufällen anheimgeben, die es, wie ſchon einmal, vielleicht weit von dem geliebten Strande verſchlügen!
Ein Schauer durchrieſelte ſie, wenn ſie an das Giebelhaus in der Georgenſtraße dachte, an das öde, traurige Zimmer, wo ſie wieder wie alle Abende vor ihrer Nähmaſchine bei der geiſtloſen und aufreibenden Arbeit niederſitzen würde! So ſaß ſie, die Lippen ge⸗ ſchloſſen, trotzig aufeinander gedrückt, das Herz über⸗
Mutter erwartete ſie nicht, ſie glaubte ſie im Hanſe Ellen's; eine Nachbarin hatte verſprochen, für die Leidende Sorge zu tragen. Auch hatte ja der Arzt
und ihr erlaubt, halbe Tage außerhalb des Bettes zuzubringen.
Nicht in Ordnung und Klarheit, ſtoßweiſe wie Wolken, die der Sturm am Himmel auf und nieder jagt, gingen dieſe Gedanken durch Clara's Gehirn.
Hätte ihr ein Zauber den Wunſch, der ſie ganz er⸗ füllte, gegenſtändlich im Spiegel gezeigt, ſo würde ſie
voll, zum Zerſpringen oder zum Ueberſchäumen! Die⸗
ſchon ſeit einer Woche ſie außer jeder Gefahr erklärt
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