Nach genoſſenem Mahl hatten die Freunde bei einer guten Cigarre und einer Flaſche Rheinwein, die ihresgleichen nicht ſo leicht fand, draußen im Garten vor dem Hauſe ſich niedergelaſſen. Gerade an der Stelle, wo ſonſt Brunv's Vater geſeſſen, hatte der Diener zufällig und ahnungslos dem jungen Herrn den Stuhl niedergeſetzt. Es war Bruno nicht ange⸗
nehm, aber nicht ohne Auffälligkeit hätte er es ändern
können.
Am dunklen Himmel ſtanden die Sterne fern und ſtill, eine gefällige Kühle ſtrich durch den Garten.
„Die Zimmer gefallen Dir?“ ſagte Bruno. „Das verſöhnt mich faſt mit dem alten Hauſe. Mir wäre eine modern eingerichtete Villa lieber.“
„Du haſt keinen hiſtoriſchen Sinn; Garten und Haus ſind ein Kleinod in ihrer Art. Ich fange an zu glauben, daß Dein Vater einen feineren Geſchmack hatte als Du. Wahrſcheinlich ſtammt auch noch der Wein aus ſeinem Keller.“
„Richtig, aber die Cigarren ſind von mir. Mein Vater gehörte zur alten Schule und rauchte nie. ¹
„Ich thue es auch nur, um Dir Geſellſchaft zu leiſten. Du verwöhnſt mich; ein armer Maler— noch dazu ein armer Edelmann— ſollte nicht der Gaſt
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