Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
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Auf dem Schlachtfelde von Königgrätz war es, wo zwiſchen ihm und Benno von Hellburg Freund⸗ ſchaft geſchloſſen wurde. Bei dem Angriff ſeines Re⸗ giments auf ungariſche Huſaren, im Ausgang des Kampfes, hatte er einen Säbelhieb über die Stirn hin erhalten, war vom Pferde geſtürzt und lag verwundet im Getümmel derer, die flohen, in dem unaufhaltſamen

Vorſturm der Sieger. Erſt in der Nacht er war

beſinnungslos und hatte längſt mit Tod und Leben abgeſchloſſen fand ihn der Führer einer auf Vor⸗ poſten die Hügel von Chlum hinabgeſchickten Compag⸗ nie der Gardelandwehr. Seit dieſer Stunde nannte Bruno Benno ſeinen Lebensretter.

Ein reger brieflicher Verkehr ſtärkte das Band, das ſich ſo geknüpft hatte. Die beiden jungen Männer obgleich Benno mit ſeinen fünfunddreißig Jahren

ſich gern zu den Alten zählte erkannten ſich als ſo

wohlverwandte Naturen, daß Neigung und Vertrauen ſie immer enger und inniger aneinander ſchloſſen. Bei einem Beſuch, den ihm Bruno im Frühjahre gemacht, hatte Benno verſprochen, eine Zeit lang des Freundes Gaſt in Berlin ſein zu wollen. Mit vieler Würde und nicht ohne einen Anflug poetiſcher Romantik hatte ſich Benno in ſeinMittel⸗

alter und in manche Mißlichkeiten ſeiner Zwitterſtel⸗ 2*