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Nach dem Tode der Mutter, bei dem Widerſpruch,
der in der ganzen Lebensweiſe zwiſchen Vater und Sohn herrſchte, hatte eine faſt vollſtändige Trennung
zwiſchen beiden ſtattgefunden. Der Vater zog ſich mit der nervenkranken Tochter ganz nach der Char⸗ lottenburger Beſitzung zurück und kam nur an jedem Tage für mehrere Stunden nach der Fabrik, um in ſeinem Bureau zu arbeiten. Die übrigen Gemächer des Wohnhauſes blieben zu Bruno's freier Verfügung. Er⸗ ſchien er in dem gelben Schlößchen, ſo wurde er von dem Vater wie von der Dienerſchaft als Gaſt empfangen und kühl geehrt. Seit der Beerdigung des Vaters hatte er das Haus bis zum heutigen Tage nicht wieder betreten. Aber ebenſo wenig hatte er an einen Verkauf der Beſitzung gedacht, ſo große Summen ihm auch da⸗ für geboten wurden.
„Ich werde die Gräber meines Vaters und meiner Schweſter nicht Fremden überlaſſen“, ſagte er und meinte, wenn ihm die Andern die Koſten für die Er⸗ haltung des Hauſes vorhielten, daß er da wenigſtens für einen Theil ſeiner Renten eine beſtimmte und nütz⸗ liche Verwendung hätte. Schneller, als er es gehofft, hatte ſich ihm nun doch das gelbe Schlößchen als ein werthvoller Beſitz erwieſen.
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