formen, geſchweifte Säulen, mit kleinen Ketten ver⸗ bunden, ſchirmte die Rampe; vor den Fenſtern zu ebe⸗ ner Erde waren zur größeren Sicherheit Eiſenſtangen, die eine Art Viſir bildeten, angebracht. An dem Ganzen war nichts Auffälliges oder Merkwürdiges; die Ausſicht bot ein gefälliges Bild. Unweit des Hauſes zog der Strom mit ſanftem Gemurmel dahin, von größeren und kleineren Kähnen belebt; ab und zu tauchten Schwäne auf ſeiner Flut auf. Am jenſei⸗ tigen Ufer dehnten ſich Wieſenflächen bis zu den Häuſern eines Dorfes aus, deren Ziegeldächer im Abendſonnenſchein dunkelroth leuchteten. Links vom Hauſe führte eine Brücke über das Waſſer und der Weg, der von ihr nach Charlottenburg läuft, trennte das gelbe Schlößchen von dem Garten des königlichen Schloſſes.
Dort, unweit der Brücke, befand ſich früher ein
Seitenpförtchen, das den Garten öffnete und ſchloß,
und die Bewohner des Hauſes waren ſo die unmittel⸗ baren Nachbarn des Königs.
„Was unter Umſtänden ſein Gutes hat“, meinte Bruno ſchalkhaft, der, noch auf der Rampe ſtehend,
dem Freunde die Lage des Hauſes auseinanderſetzte,
„wenn der König Friedrich Wilhelm II. und die Beſitzerin
————


