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des gelben Schlößchens die Gräfin Lichtenau iſt. Glück⸗ liche Zeiten, wo erlaubt war, was gefiel!“
„Der Gräfin Lichtenau hat dies Haus gehört?“
„Deine Moralität erſchrickt doch nicht? Es iſt lange her; ſiebzig Jahre. Alſo ein Menſchenalter, das hoch gekommen iſt. In den Zimmern ſteckt hier und dort noch Rococo⸗Trödelkram, und da ich Deine Schwär⸗ merei für die alte Herrlichkeit kenne, war es mein erſter Gedanke, Dir hier Herberge zu ſchaffen— keine Herberge der Gerechtigkeit, aber eine Herberge der Kunſt.“
Benno drückte ihm die Hand.
„Du biſt doch ein Goldherz!“
„In meinem Wohnhauſe, unmittelbar an den Räumen der Fabrik, bei Dampfhämmern und Rieſen⸗ amboſen, iſt kein Platz für Dich. Jeden Morgen und jeden Abend hätte Dich die Arbeit der Maſchinen geſtört. Hier iſt ein großer Garten, ein ſtilles Haus... ſeit dem Tode meines Vaters ſtand es leer. Auch die Schweſter iſt mir hier geſtorben. Deine Gegen⸗ wart ſoll es mir wieder lieb, werth und vertraulich machen.“
So redend hatte er Benno in das Haus, die
8 breite Treppe hinauf und in die freundlichen Zimmer, ddeeren Fenſter ſich nach dem Garten öffneten, geführt.
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