Teil eines Werkes 
5. Bd. (1873)
Entstehung
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Wäre das Fräulein nicht im Schloſſe, ſagt der alte Hausverwalter zu dem rothbärtigen Pater Mar⸗ cellus,man hinge ſich an ſeinem eigenen Grame auf.

Das wäre gottlos, erwidert der Pater, der in dieſen zwei Jahren einem Fuchſe noch ähnlicher geworden, ſolange Ihr noch von dem tiroler Rothen im Keller habt und die Hoffnung, im nächſten Jahre den fürchter⸗ lichen Kometen zu ſehen.

Ueber die Dinge, die der Kapuziner in dem großen Jahre getrieben, gibt es wunderliche Gerüchte. Manche trauen ihm zu, daß er einem Dutzend ſchlafen⸗ der Franzoſen eigenhändig die Hälſe abgeſchnitten habe. Wenn ihm von dieſen haarſträubenden Geſchichten etwas zu Ohren kommt, ſchlägt er die Augen zum Himmel auf, als wollte er ſagen: Des Gerechten Loos iſt Ver⸗ leumdung; oder er fährt wohl dem Schwätzer mit einem: ob er dabei geweſen? ob er Gottes Schreib⸗ tafel führe? durch die Rede. Die Meiſten bringt er damit aus der Faſſung; die Klügſten aber ſind der Ueberzeugung, daß nach wie vor dem Kriege der lange Pulverfaden, der von Wien bis in die tiroler Berge reicht, durch die Finger des rothen Paters läuft.

Im Schloſſe iſt er, bei den Dienern wie bei den Herrſchaften, ein angeſehener und beliebter Gaſt, einer,