Teil eines Werkes 
5. Bd. (1873)
Entstehung
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felde das Gras eines neuen Jahres die Todtenhügel der Erſchlagenen bedeckte.

War die Menſchheit nach ſo vielen Kriegen un⸗ 4 merklich wieder in die alte Barbarei gefallen? 1

Die vornehme Geſellſchaft, die Beamtenkreiſe, die Senatoren und der ganze Schwarm des Napoleoniſchen Adels mochten ihre Feſte feiern, in Reden und Ge⸗ dichten dieſe Vermählung verherrlichen, die Emigranten herbeieilen, um bei Marie Louiſe die verlorene Stel⸗

1 lung wiederzuerlangen, Paris war von Schmäh⸗ und Spottverſen aller Art gegen ſie überfüllt. In Handſchriften wanderten ſie von einem zum andern, 44 A man ſang ſie nach Entfernung der Polizeiſpione in den Schenken an den Thoren wie in den Sälen der AKeeichen.

Joſephinens Name, ihre Anmuth und ihre Tugend

waren in aller Munde, die Fremde, die Oeſterreicherin,

erregte nur Kälte und Abneigung.

Dagegen hatten ſich niemals mehr Deutſche in

V Paris ein Stelldichein gegeben, als im Frühling jenes

ihre Landsmännin, vorzüglich für die Oeſterreicher ein Gegenſtand der Theilnahme, der Neugierde geworden. Soweit es ihm möglich war, hätte Jeder gern per⸗

Jahres. Es war natürlich, daß die junge Kaiſerin, ſönlich von ihrem Schickſal erfahren mögen.