Teil eines Werkes 
5. Bd. (1873)
Entstehung
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Einwilligung, ſeine Tochter dem Uſurpator zu ver⸗

mählen. In ſchneller Haſt war dann im Friljahr der Werbung die Hochzeit gefolgt. Groß war die Bewegung im deutſchen Volke. In

alten Sagen wird ſo eine Jungfrau dem Drachen zur

Rettung ihres Volkes preisgegeben. Dort indeſſen naht immer zur rechten Zeit der Ritter mit gefeiten Waffen, der das Ungethüm im Kampfe niederzwingt und die Jungfrau befreit. Woher aber ſollte hier der Retter kommen? Nicht Freude und Glück, das Verder⸗ ben ſah man über dem Hauſe ſchweben, in das Marie⸗ Louiſe eintrat. Die Erinnerung an die unglückliche Marie Antoinette wurde lebendig. Düſtere Vorzeichen hatten damals die aus Wien Scheidende begleitet, düſtere Geſchicke ſie in Paris empfangen. Hunderte von Menſchen waren bei einem Feuerwerk, das die Stadt dem Dauphin und der Dauphine zu Ehren ver⸗ anſtaltet, im furchtbaren Gedränge zu Schaden gekom⸗ men. Ungewarnt durch das ſchreckliche Loos der Toch⸗ ter, ſchritt jetzt die Urenkelin Maria Thereſia's den⸗ ſelben Weg.

Ein Opfer, das ohne Nutzen für uns gebracht wird, ſagte Wolfsegg,denn nach fünf Jahren wer⸗ den wir Oeſterreicher doch wieder mit den Franzoſen kämpfen.