liebt!“ ſagte da ein Mann in Bauerntracht, der viel⸗ leicht ſchon eine Weile auf der Schwelle der ſacht ge⸗ 8 öffneten Thür geſtanden, unbeachtet von ihnen, denn 1 ſie waren ganz in einander verſunken und wie welt⸗ entrückt geweſen.
Unwiderſtehlich iſt die Gewalt des Wirklichen. Dieſe Gegenwart des bereits als verſchollen, als todt Beweinten ſchlug alle Einwände und Anklagen eines in ſeiner keuſchen Tugend überſpannten Gefühls ſieg⸗ reich nieder. Da gab es keine Ausflucht, kein Wider⸗ ſtreben. War Wolfsegg auf Magdalene zugeſtürzt, war ſie ihm von einer unſichtbaren Macht entgegenge⸗ trieben worden, ſie lag an ſeinem Herzen mit geſchloſſe⸗ nen Augen. Mit dem rechten Arm umfing Wolfsegg ihren ſchlanken Leib, als wolle er ſie nie mehr von ſich laſſen, die Linke ſtreckte er nach Egbert aus.
„O, meine Kinder, wenn ich jetzt ſtürbe, würde ich glücklich ſein!“ ſagte er, ſtolz und freudig und kraft⸗ voll um ſich blickend.
Als die erſte Woge ſtürmiſcher Empfindungen ſich geſänftigt hatte, kam die unerwartete Ankunft, die Ver⸗ kleidung des Grafen, die ſie erſt jetzt bemerkten, das Schickſal, das ihn ſeit der Wagramer Schlacht hin und her geworfen hatte, zur Sprache.
Als in der Nacht nach dem zweiten verlorenen
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