Teil eines Werkes 
4. Bd. (1873)
Entstehung
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in der Flur Frau Armhart ängſtlich und haſtig, bei⸗ nahe ohne Gruß, an ſich vorüberhuſchen ſah. Der Zu⸗ ſtand, in dem er Magdalene fand, entſchleierte ihm das Verhängniß, das über ſie hereingebrochen. Vor dem traurigen Abſchluß dieſer Dinge wurde jede Frage, wie Alles im Einzelnen gekommen ſei, gleichgültig und unnöthig.

Warum haſt Du mir geſtern nicht geſagt, was ich heute von einem Fremden erfahren mußte? klagte ſie mit ſanftem Vorwurf, und die Unordnung ihres Gewandes gewahrend, zog ſie es mit einer letzten An⸗ ſtrengung zurecht.

Bedenke doch, daß Du für mich immer Magda⸗ lene, meine Jugendfreundin, meine Geliebte biſt und ſein wirſt; daß es mir nicht zukam, Dir ein Geheim⸗ niß zu entdecken, das mir ein Zufall, die Fieberphan⸗ taſie einer Schwerkranken wider ihren Willen anver⸗ traut ein Geheimniß, das einem Andern angehört. Nur die Lippen durften es Dir enthüllen, die mit ihrem väterlichen Kuſſe die Wunde, die ſie ſchlugen, auch heilen konnten.

Mein Vater, ſagte ſie bitter,der ſich ſchämt, es zu ſein und mir wie einem Waiſenkinde heimlich die Broſamen ſeiner Zärtlichkeit zuwirft! Nicht er, der verhaßte Armand Loyſel verrieth mir meine Schande!