Teil eines Werkes 
4. Bd. (1873)
Entstehung
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die nicht ihre Arbeit, ſondern Egbert's Wohlthaten um ſie geſchaffen und heute? Ja, wie hatte ſie nur in

ihrem Herzen den Gedanken nähren können, an ſeiner

Seite zu bleiben, ſich ſeinen Namen und ſeine Ehre anzumaßen! Werde ſeine Gelievte, das iſt beſſer, das allein ziemt der Tochter einer ſolchen Mutter!

So ſtark war Allem, was der Oberſt berichtet, der Stempel der Wahrheit aufgeprägt, daß ihr kein Zweifel kam. Das Aeußerſte, das ſie noch von ihm vermuthen konnte, war, daß er der Bote ihrer Mutter geweſen. Ihrer Mutter, der man ſie entriſſen und ſo viele Jahre vorenthalten hatte, die ihre Arme im ſehn⸗ ſüchtigen Verlangen nach ihr ausſtreckte! Ihr Mißtrauen, einmal erweckt, richtete ſich in voller Schärfe gegen die Armharts und den Grafen. Hundert kleine, früher von ihr nicht beachtete Züge fielen ihr ein, welche als ebenſo viele eidleiſtende Zeugen die Wahrheit bekräftig⸗ ten. Wie leicht erklärte ſich jetzt das wunderliche Be⸗

nehmen des Secretärs gegen ſie, das Ziſcheln, die

Geheimthuerei, als das Gerücht von dem Tode des Grafen ſich verbreitet!

Ein heftiger Widerwille gegen die Menſchen, die ihr doch nur Liebe und Wohlwollen bewieſen, erfüllte ſie. In einen Becher edelſten Weines iſt ein Tropfen von einem bitterſten Kraut gefallen und hat ſeinen