Teil eines Werkes 
4. Bd. (1873)
Entstehung
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Beinahe hielt der Kaiſer nach dieſen ruhmreichen fünf Tagen, nach dieſen Silberblicken ſeiner Kriegskunſt, den Feldzug für beendigt. Im Rauſch ſeines Glückes vergaß er ſeiner eigenen Würde und erging ſich in ſeinen Heerberichten in widrigen und gemeinen Späßen. Die Oeſterreicher verglich er bald mit einem Tiger, der eine Freundſchaftsmaske vorgenommen, bald mit dem Eſel, deſſen lange Ohren aus der geſtohlenen Löwenhaut hervorgucken. Mit dem Stolz und Trotz des Fürſten der Unterwelt verband er den grotesken Witz und den ſataniſchen Hohn der Hölle. In jener alten Stadt Regensburg, die ſo lange der Sitz des deutſchen Reichstags und ſomit der ganzen Herrlichkeit und des ganzen Jammers des deutſchen Volkes gewe⸗ ſen war, zog er durch ein Decret die Güter der im öſterreichiſchen Civil⸗ und Militärdienſt befindlichen ehemaligen reichsfreien Fürſten und Grafen ein. Er wollte dieſe unbeugſamen Edelleute, die Hohenzollern und Schwarzenberg, die Liechtenſtein und Fürſtenberg, die Stadion und Metternich, bis ins Herz treffen.

Nach kurzer Raſt brachen darauf die Franzoſen in breiter Linie nach Wien an dem rechten Donauufer auf. Ihre vorderſten Schaaren befehligte Maſſena. Bei Ebelsberg, wo eine Brücke über die Traun führt, ſtieß er mit dem zurückweichenden Hiller zuſammen.