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In dem Marktflecken, um das hochgelegene, zinnenge⸗ krönte Schloß, auf der langen ſchmalen Brücke kam es zu einem furchtbaren Gefecht. Es war am dritten Mai. Hier empfingen der blonde Egbert und der lu⸗ ſtige Hugo in den Reihen der Wiener Freiwilligen die Feuertaufe dieſes Kriegs.
Im blutigen Ringen Mann gegen Mann waren die Franzoſen in die Stadt eingedrungen. Schon iſt die Brücke von ihnen beſetzt; trotz des furchtbaren Feuers, das ſie erhalten, ſtürmen ſie vor; immer neue Schaaren ſendet ihnen der Schlachtentummler Maſſena nach. Die Oeſterreicher ſind in Gefahr, auseinander⸗ geriſſen, umzingelt, vernichtet zu werden. Da eilen ehernen Schrittes feſtgeſchloſſen die Bataillone der Wiener Freiwilligen und ein Bataillon vom Regiment Lindenau herbei. Dieſe jungen, nur halb eingeübten Soldaten übertreffen in Schwung und Drang die er⸗ grauten Krieger. Ihre Führer, der Oberſtlieutenant Küffel und die Majore Graf Salis und Paumgarten, wiſſen den günſtigen Moment zu erſpähen; wie eine unwiderſtehliche Windsbraut kommen ſie daher, über⸗ rennen die Franzoſen, ſtürzen ſie von der Höhe hinab, jagen ſie aus dem Flecken, über die Brücke; darüber hin ſauſen die Kugeln der Batterie, welche die Oeſter⸗ reicher auf dem Schloßberge aufgeſtellt haben. Am


