Teil eines Werkes 
3. Bd. (1873)
Entstehung
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merte kein Stern in dem eintönigen Grau des Him⸗ mels. Nie hatte ſich ſein Wunſch bis zu ihrem Beſitz erhoben, allein niemals hatte er auch bisher ſich die Möglichkeit ihres Verluſtes klar vor die Seele geführt. Gerade in dem Verſchleierten hatte der Reiz dieſes Verhältniſſes gelegen. Kalt und nackt richtete ſich jetzt die Wirklichkeit vor ihm auf. Die Entſagung, mit der er im Gedanken geſpielt, wurde jetzt im Ernſt von ihm gefordert. Und es dünkte ihn beinahe ein Wun⸗ der, daß ſein Herz unter dieſer Forderung nicht ſchmerz⸗ licher zuſammenzuckte. War ſeine Faſſung nicht Feig⸗ heit, die ſich in das Unvermeidliche fügt, ſtatt mit dem Schickſal zu kämpfen?

Sollte er mit einem kühlen:Fahr' wohl! von dem Weſen ſcheiden, das ſo lange ſein Ideal geweſen? Keinen Verſuch wagen, die ſüße Geſtalt feſtzuhalten?

Aber welche Worte konnte, welche durfte er ihr ſagen? Er war nicht ſtark genug, ſie aus dem kaiſerlichen Zauberkreiſe zu reißen, und wenn er auch die Macht dazu beſeſſen, hätte er ſie gegen die Widerſtrebende anwenden mögen?

Die Diener machten Schwierigkeiten, ihn vorzu⸗ laſſen. Es bedurfte ſeines eifrigſten Drängens und einiger Goldſtücke, ehe ſie ſich zu der Meldung ent⸗ ſchloſſen.