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eines fremden Volksthums ab; nur die Menſchen, die es zu ſeinen Heeren ſtellen, die Schätze, die es ihm als Tribut darbringen konnte, bedachte, berechnete er. Ueber eine unterſchiedsloſe Menge von Sklaven wollte er herrſchen, über Sklaven, denen er ſcheinbar eine Fülle von Freiheiten und Rechten verlieh, deren Seele und Willen er um ſo ſchonungsloſer und unbarmherziger zerbrach. Er ſchien nur an die Gewalt, an die Wun⸗ derkraft ſeines Degens zu glauben, und doch meinte Egbert bemerkt zu haben, daß hinter dieſem Trotz auf die rohe Stärke im Innerſten des Imperators eine dunkle Furcht vor den geiſtigen Mächten ſchlummere. Die Anrufung, der Name der Freiheit ſchon verſetzte ihn in eine zornige Aufregung.
„An dieſer Furcht“, ſagte Egbert,„wird er zu Grunde gehen.“ Weit hinter ſich mußte er alle Frie⸗ densträume, alle Hoffnungen eines Blütenzeitalters der Kunſt, der Wiſſenſchaften, friedlicher Entwicklung laſſen. Für den Ehrgeiz nicht allein, für das Weſen Napoleon's gab es kein Ziel. Raſtlos ſchleifte ihn das Schickſal von Sieg zu Sieg, ohne Befriedigung, ohne Genuß. Wie darum dieſer Krieg auch enden würde, er wird nicht der letzte ſein, geſtand ſich Egbert. Nicht er wird die Welt beſiegen, zuletzt wird Europa ihn zermalmen, das wird das Ende ſein.


