Teil eines Werkes 
3. Bd. (1873)
Entstehung
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Völker iſt hier verſchwunden, hier erkennen ſich Alle als Brüder.

Fondrette hat ſeine Arme geöffnet, Egbert an ſein Herz zu drücken.

Hatt' ich Recht? wispert der Stutzer mit dem blauſeidenen Halstuch ſeiner Nachbarin zu.Ein My⸗ ſtiker von den deutſchen Univerſitäten, wie aus dem Buch der Frau von Stal geſchnitten.

Ob er Geſpenſter geſehen hat oder magnetiſiren kann? fragt die Kleine, eine Tänzerin, zurück.

Egbert will eben ſeinen Hut ziehen und ſich aus der Gruppe entfernen, als auf der andern Seite der Allee der Graf von Mortigny, ſeine Verwandte am Arm führend, vorübergeht. Ebenſo durch ihre Schön⸗ heit wie durch ihre tief ſchwarze Kleidung, die unter den farbigen Gewändern und bunten Kaſchmirtüchern der Uebrigen beſonders hervorſticht, feſſelt Antoinette die Blicke der Herren und Damen.

Und da nun Egbert's Gruß mit einer gewiſſen Freundlichkeit von dem jungen Mädchen erwidert wird, ruft Athenais, die überhaupt in Bewegung und Sprache etwas Heftiges und Herriſches hat:

Ach, die ſchöne Deutſche! Sieht ſie nicht wie eine Göttin Canova's aus? Sie kennen ſie, mein Herr? Eine Landsmännin ohne Zweifel?