Zeit ſind die Liebhaber der ſchönen Künſte ſelten ge⸗ worden.“
„Ich bin nur nach Paris gekommen, mein Herr, um all die künſtleriſchen Genüſſe vollauf zu genießen, die Ihre ſchöne Stadt in ſo reichem Maße wie aus dem unerſchöpflichen Füllhorn des Ueberfluſſes ver⸗ ſchwendet. Im Uebrigen rühm' ich mich einer muſika⸗ liſchen Vaterſtadt.“
Man ſteht in einem kleinen Kreiſe zuſammen; Eg⸗ bert ſcheint ſchon zur Geſellſchaft zu gehören.
So kann es nicht auffallen, daß Athenais ſagt:
„Sie verzeihen, mein Herr, aber meine Neugierde iſt ſo natürlich; Sie kommen aus Wien, aus der Stadt des unſterblichen Meiſters, des weltberühmten Gluck?“
„Mademoiſelle Athenais Dechamps, die vorzüg⸗ lichſte Sängerin der Klytämneſtra“, ſagt Fondrette halblaut, um den jungen Mann über die Fragende aufzuklären.
„Aus Wien, Mademoiſelle, Sie haben es getrof⸗ fen, und ich war entzückt und beglückt, die Klänge hier wiederzufinden, von denen ich mich in der Heimat nur mit ſchwerem Herzen losgeriſſen. Die Muſik erſchafft ein ſchönes, unſichtbares, klangreiches Vaterland für alle Menſchen; jeder Unterſchied der Sprachen und der


