Teil eines Werkes 
3. Bd. (1873)
Entstehung
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Im Ernſt? Da darf man die Vorſtellung nicht verſäumen.

Natürlich, meint Athenais boshaft,man kann ſich durch Klatſchen auszeichnen.

Seht nur den jungen hübſchen Mann, der dort ſo nachdenklich den Spielen der Kinder zuſchaut, 1 terbricht die Jüngſte in der Geſellſchaft das Gefrrig, das eine perſönlich bittere Gereiztheit anzunehmen droht.

Wo denn? Der dort am Gitter? Mit den blon⸗ den Haaren? In dem blauen zugeknöpften Oberrock?

Ja doch! Das iſt kein Pariſer. Wie groß und ſchlank er iſt!

Du haſt keinen üblen Geſchmack, Zephyrine, lacht Athenais.Mir iſt der junge Mann auch ſchon aufgefallen, neulich in der Oper. Er ſaß in der vor⸗ derſten Reihe und war ganz vertieft in die Muſik, wie verzaubert.

Dann war es ein Deutſcher, entſcheidet einer der Herren.Die Deutſchen ſind Schwärmer, Myſtiker. Haben Sie, und nun ſenkt er klüglich ſeine Stimme, einen Blick in das Buch der Frau von Staöl über Deutſchland geworfen? Ein ausgezeichnetes, wunder⸗ bares Buch! Es läuft nur in Handſchriften um. Der Kaiſer wird niemals den Druck geſtatten. Nach Cha⸗