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Menſch ſein“, meinte der Geſandte,„einer, wie ihn Napoleon braucht.“
Durch die Vermittlung Metternich's hatte ſich Eg⸗ bert die kriegeriſche Ariſtokratie des Kaiſerreichs ge⸗ öffnet. An ſeinem bürgerlichen Namen fand hier Nie⸗ mand einen Anſtoß. Waren doch Viele unter ihnen, die jetzt mit wunderlichen Fürſten⸗ und Grafentiteln, wie in einer Faſtnachtsmaskerade, geziert einherſtolzir⸗ ten, aus den niedrigſten Volksſchichten emporge⸗ ſtiegen.
Egbert's Beſcheidenheit, ſeine ungeheuchelte Be⸗ wunderung vor dem Kriegsruhm der großen Nation gefiel den Männern, ſeine Schönheit und Ritterlichkeit noch mehr den Frauen. Er galt für einen jungen deutſchen Gelehrten, den der Glanz und die wiſſen⸗ ſchaftlichen Schätze der Stadt angezogen. Wetteifernd bemühte man ſich, ihm das Leben angenehm und ſeine Studien nutzbringend zu machen.
Der Geſandte hatte es ſich nicht nehmen laſſen, ſeinen Schützling auch der Kaiſerin Joſephine in St.⸗ Cloud vorzuſtellen, die in ihrer huldvoll beſtechenden Weiſe einige freundliche Worte an ihn gerichtet. Nie⸗ mals aber hatte ihn noch in dieſen glänzenden Geſell⸗ ſchaften das Glück mit Antoinetten zuſammengeführt. Sie lebte einſam und zurückgezogen im Hauſe des Gra⸗


