geiſtreiche Nation gelenkt, ein Volk, das noch vor we⸗ nigen Jahren Freiheit und Gleichheit auf ſeine Mau⸗ ern ſchrieb.
In ihm ſteigerte Alles, was er ſah und hörte, die Bewunderung vor dem großen Manne, der ſo Un⸗ geheures vollbracht. Hier im Mittelpunkt der Napo⸗ leoniſchen Macht fühlte er ein abergläubiſches Grauen 8 vor dieſem dämoniſchen Glück. Er begriff, daß der Kaiſer ſelbſt ſich für einen Mann des Schickſals, für einen Auserwählten unter allen Sterblichen hielt, daß er wie ſeine Umgebung blindlings ſeinem Stern ver⸗ traute. Wie hohl und wurmſtichig die Grundlagen dieſes babyloniſchen Thurms waren, durch welche furchtbaren und nichtswürdigen Mittel, Treubruch, Ver⸗ rath, Diebſtahl und Mord, nach dem Vorbild italie⸗ niſcher Banditenführer, dieſe Weltherrſchaft zuſammen⸗ gebracht war, das konnte der geblendete Sinn des Jünglings nicht erkennen.
Ihn riß die Fülle der Kunſt und der Pracht hin, die in Paris wie aus einem unerſchöpflichen Füllhorn quoll. Wenn er im Muſeum Napoleon’s vor den Kunſt⸗ werten weilte, die aus allen Ländern Europas als herr⸗ lichſte Sieges beute hier vereinigt waren, bedauerte er wohl ddiejenigen, denen ſie entriſſen worden, aber hatten die
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Römer anders gehandelt? Führten ſie nicht die Koſt⸗
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