ſieben Hügel zählt auch dies Paris tauſend Jahre ei⸗ ner ſtetig fortſchreitenden Cultur. Meilenweit vor der Stadt empfindet der Ankömmling ſchon ihre Nähe. Er fährt durch Dörfer mit ſchmucken zierlichen Häuſern, wie ſie in ſeiner Heimat in mancher Stadt nicht ſo gefällig und groß zu finden ſind; anfangs ſind noch Gärten zwiſchen den Häuſern zu unterſcheiden, dann ſteht ein ſteinernes Gebäude neben dem andern, eine lange, unabſehbare Straße. Ohne daß es ihm aufge⸗ fallen wäre, iſt ſein Wagen durch die Barrièren ge⸗ fahren.
Nun wird das Volksgewühl dichter, der Lärm lauter, das Wagengeraſſel auf dem holperigen Pflaſter ohrenzerreißender; an den Läden rieſige Schilder mit grellen Malereien und ellenlangen Buchſtaben: der Rei⸗ ſende iſt in Paris.
Seit einigen Wochen wohnte Egbert im Hotel des Princes, äußerlich in der behaglichſten Lage, innerlich noch immer nicht von einer gewiſſen Betäubung frei. Zu mächtig laſteten die neuen Eindrücke auf ihm. Wohl kam er aus einer großen Stadt, aber das Le⸗ ben Wiens drängte ſich auf einen engen Raum, in ſchmalen Gaſſen, auf kleinen plätzen, zuſammen. Um einen Ausblick zu gewinnen aus der dumpfen Umgebung der himmelhohen Häuſer, mußte man auf die Feſtungs⸗


