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ſie denn, empfand ſie es denn, daß er ſie liebte? Ver⸗ diente ſeine freundliche und doch kühle Weiſe, mit ihr zu verkehren, dieſen heiligen Namen? Wenn ſie ſeine Schweſter geweſen, hätte er ihre Hand anders ergrei⸗ fen, anders an ſein Herz preſſen können?
Sie hatte es nicht beabſichtigt, nun ſtand ſie doch vor dem großen Fragezeichen ihres Lebens. War es weiſe, an der Sphinx vorüberzueilen oder ſie um ihr Räthſelwort zu befragen?
„Wie hätte der Graf ſeine Gemahlin zum grau⸗ ſamen Tode verdammen können, wenn er nicht ſelbſt ein reines Bewußtſein gehabt?“ entgegnete darüber Egbert.
„Sie treten für ihn ein—
„Weil ich an ſeiner Statt Genoveva's nicht ver⸗ geſſen hätte.“
„O Egbert!“
„Magdalene, liebe Magdalene!“
Sie war aufgeſtanden; es war etwas in ihr, das aufſchreien wollte und doch von einem ſtärkern Gefühl zurückgehalten wurde. Aber ihr Herz konnte nicht ſtumm bleiben, es verlangte nach einer Offenbarung.
Sie hatte ihr Klavier geöffnet, ein Weihnachtsge⸗ ſchenk des Grafen Wolfsegg, und begann die Taſten zu rühren. Erſt fuhren ihre Finger nur wie irrend
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