Teil eines Werkes 
2. Bd. (1873)
Entstehung
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Nach Kräften ſuchte er den Mißmuth des Mäd⸗ chens aus ihrer Seele und von ihrer Stirn zu ver⸗ ſcheuchen.

Du lieber Himmel, der Herr iſt jung, die De⸗ moiſelle iſt jung und das Leben iſt lang. Da wird noch manch Gewitter aufſteigen, mancher Regenſchauer niedergehen. Wer möchte immer Sommerhitze haben? Müßte mich beſtens dafür bedanken. Hat man ſich draußen herumgetummelt, iſt naß geworden, vom Waſſer des Himmels und der Erde, und tritt endlich wieder in ſein Haus, dann weiß man erſt die Annehmlichkeit eines guten Feuers und eines Sorgenſtuhls zu ſchätzen. Hätten dem ſeligen Herrn Doctor nur kommen ſollen, Demoiſelle, der würde Ihnen das in herrlichen Wor⸗ ten auseinandergeſetzt haben. Der Sturm allein macht uns den Hafen werth, pflegte er zu ſagen, wenn er um Mitternacht im heulenden Winde zu einem Kran⸗ ken gerufen wurde und die Frau ihn nicht fortlaſſen wollte. So im Sturm, liebe Demoiſelle, iſt nun der junge Herr.

Er hat wohl nie von Schiffen gehört, die im Sturme ſcheitern? fragte ſie ſchnippiſch und hatte die Thür zu dem Nebenzimmer geöffnet, um ihre Aufſicht über das Reinigungsgeſchäft, das Joſeph angenrdiiet hatte, ſortzuſ ſetzen.