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Er zog es vor, ihr nicht zu folgen und ſo ihren Zorn in der Stille verrauchen zu laſſen.
Drüben am Kirchthurm der Saleſianerinnen hatte die Uhr die vierte Stunde verkündet. An dem kurzen trüben Novembertage dämmerte es bereits. Im Hauſe und auf der Gaſſe, die ſich abwärts nach dem baum⸗ beſtandenen Ufer des Wienfluſſes niederzog, herrſchte tiefe, faſt ängſtliche Stille.
Magdalene, die ſich unbelauſcht glaubte, drückte ihr Geſicht an die Scheiben und die Hand auf ihr lautſchlagendes Herz. Es war ihr, als ſänke die Däm⸗ merung draußen wie eine ſchwerlaſtende Wolke, un⸗ aufhaltſam, erdrückend, auf ihre Bruſt. Ein feuchter Tropfen hing an ihren Wimpern, aber ſie wiſchte ihn trotzig fort. Wenn ſie ſich in dieſen Gemächern um⸗ ſah, war nicht Alles geblieben, wie es früher geweſen? Früher, in glücklichern Tagen!
In das fünfte Jahr hinein wohnte Magdalene mit ihren Eltern in dem obern Geſtock des grauen Hauſes, den Saleſianerinnen gegenüber. Der vielen Gärten rings umher— unweit dehnte ſich der im franzöſiſchen Stil gehaltene Garten des Belvedere, da⸗ neben der Schwarzenberg'ſche aus— und des großen Raumes wegen, der hier auf der Landſtraße die ein⸗ zelnen Gebäude noch von einander trennte, batte der
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