mit meinen eigenen ſechzigjährigen Augen geſehen, wie Sie ſich vor Lachen ausſchütten wollten, als der geſpaßige Herr von Spring ſeine Schwänke er⸗ zählte?“ „Er iſt eben ein Komödiant und treibt ſein Hand⸗ werk, wenn er uns zum Lachen bringt. Aber wählt man ſich einen Komödianten zum Freunde, zum be⸗ ſtändigen Begleiter? Nein, Joſeph, Sein Herr iſt auf der Reiſe ein Anderer geworden, und er wird Ihm noch viel Kummer bereiten.“
Nicht umſonſt war Joſeph dreißig Jahre in dieſem Hauſe und hatte alle Wandlungen und Geſchicke der Familie Heimwald mit erlebt und in der Theilnahme ſeines treuen Herzens auch mit erlitten. Eine Ahnung, was dieſe Sorge des jungen Mädchens in Wahrheit bedeuten mochte, ſtieg in ihm auf. Denn warun ſollte der blonde Egbert gerade ihm, dem alten Joſeph, Kum⸗ mer machen? Im Gegentheil, er war niemals zufrie⸗ dener mit dem Jüngling geweſen. Er hatte in ſeinen jungen Tagen das Leben immer von der luſtigen Seite genommen und das Weiſeſein, wie er es nannte, für das Alter zurückgelegt, damit er dann doch auch ein ganz beſonderes Vergnügen habe. Das träumeriſche Weſen Egbert's war nicht nach ſeinem Sinn. Das Glück iſt eine Dirne, die muß man bei dem Kopf neh⸗


