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„Tödtet mich nicht! Da, nehmt! Nehmt! Ich darf nichts ſagen, ich kann's nicht! Laßt mich! Gott wird
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ſeine Leuchte vor Euch flammen laſſen!
„Herr Egbert Heimwald!“ ſchallt es da von dem oberen Ende der düſteren Fichtenallee und ein Licht⸗ ſchein loht ihnen entgegen.
„Ich komme“, entgegnet Egbert.
Mit der Geſchwindigkeit einer wilden Katze iſt das Mädchen aufgeſprungen, blickt ſcheu und blinzelnd dem Lichtſchimmer entgegen, ſtößt einen leiſen Schrei aus und verſchwindet in dem niedrigen Tannengeſträuch, das ſich innerhalb der Mauern entlang zieht. In dem herrſchenden Halbdunkel gleicht das Ganze einem phan⸗ taſtiſchen Spuk.„Träum' ich oder wach' ich?“ will Egbert rufen; er fühlt einen harten Gegenſtand in ſeiner Hand. Ein dunkler Stein, vielleicht ein Opal, von einem Goldreifen umfaßt— es ſcheint der Knopf eines Stockes oder einer Reitpeitſche geweſen zu ſein. In einer haſtigen, ihm ſelbſt unerklärlichen Anwand⸗ lung verbirgt er das Pfand der tollen Chriſtel, als jetzt das Licht ihm in's Antlitz ſchimmert.
Ein Diener mit einem Windlicht— aber er iſt nicht allein, Vittorio Zambelli ſchreitet ihm nach. „Endlich gefunden!“ ſagt der Ritter.„Die gnä⸗


