dige Gräfin Antoinette hat mich nach Ihnen ausge⸗ ſchickt, wir wollen zuſammen muſiciren.“
„Ich danke Ihnen, Herr Ritter, für Ihre Be⸗ mühung“, erwidert Egbert, betäubt von Allem, was in dieſen wenigen Minuten ſich begeben.
„Nicht doch“, meint der Ritter in ſeiner verbind⸗ lichen Weiſe und ſchaut mit ſcharfen Blicken umher— ein verlorner Mondſtrahl irrt über die Grabdenkmäler hin, ſonſt iſt nichts als Dunkel und Stille—„der Wunſch einer Dame! Welchem Cavalier wäre der nicht Befehl!
„Ich folge.“
„Und der Herr Graf hatte Recht.„Bei den Grä⸗ bern werden Sie ihn finden“, rief er mir nach. Bei den Gräbern! Halten Sie Zwieſprach mit den Todten?“
„Warum nicht? Wiſſen ſie doch mehr als wir Lebendigen.“
Nun hatten ſie ſich um einige Schritte von dem Begräbnißplatze enfernt und gingen eilig dem Schloſſe zu.
„Von Himmel und Hölle?“ fragte Zambelli nicht ohne Spott.
„Nein— ſie wiſſen auch, warum und wie ſie geſtorben ſind.“
Darauf entgegnete der Ritter nichts, ſchweigend erreichten ſie den Platz vor dem Schloſſe.


